Wende dich zu mir und sei mir gnädig; denn ich bin einsam und elend. Psalm 25,16

Was war das jetzt wieder für eine Begegnung auf meinem Weg. Das Buch, aus welchem ich mir wahllos eine Geschichte raus greife um diese dann am Beginn der Wanderung zu lesen um die dann mit auf den Weg zu nehmen – gerade dieses Buch hatte ich vergessen und bin einfach so, nichts ahnend losgezogen, an einem Montag, wohl wissend, dass kaum Menschen unterwegs sein werden .
Und so war es denn auch; keine weitere Menschenseele ist mir begegnet. Nur diese Erscheinung, kaum auszumachen von weitem, was da nun am Wegesrand hockte. Schon aus der Ferne habe ich sie gesehen, auf der Bank, diese Person zusammen gekauert. Ich hatte nur einen schönen guten Tag gewünscht, aber da habe ich eine Redemaschine in Gang gesetzt. 80 Jahre ist die alte Frau aus Kirgisien bereits, geht jeden Tag diesen Weg und setzt sich dann auf diese Bank und liest in ihrer kleinen Bibel. Sie ist erst spät an Gott herangeführt worden. 51 Jahre alt ist sie gewesen erzähl sie mir. Aber das wäre noch nicht zu spät gewesen. Ich habe kaum ein Wort gesagt. Wieder die gleiche Geschichte; die Menschen die mir begegnen verbinden mich mit dem Weg. Da hat sie mir ihre Geschichte aufgeladen: Keine Kinder hat sie, und ihr Mann ist auch viel zu früh gestorben. 28 Jahre ist sie bereits in Deutschland und so weiter und so weiter. Ich habe nichts gesagt nur gedacht: da habe ich meine Geschichte . Aufgeladen bekommen von einer wildfremden alten Frau
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