Auch das, was wir nicht sehen, es ist trotzdem da! 

Die Abendsonne malt gerade mit allen Rottönen die vulkanischen Berge im Tal  an.

Ein warmer Abend , genau richtig um am Meer ein leckeres Mahl zu sich zu nehmen. Leider alle Tische draußen am Meeressaum reserviert und so bleibt nur ein Tisch im Türbereich. Gerade nieder gelassen , schon erscheint  die nette Kellnerin, berät mich zum Essen und ein leckerer Rotwein dazu. Ihre schlanken Finger mit den leuchtend rot lackierten Fingernägeln notieren alles auf einem kleinen Block, Als Vorspeise marinierte Sardellen – lecker lecker. Als Hauptgericht wurde Filet vom Rind an Stampfkartoffeln mit gewürfelten Rote Beete kredenzt. Das Filet ausgesprochen zart und der Salat einfach knackig. Ein wirklicher Gaumenschmaus zu abendlicher Stunde mit ausgesucht netter attraktiver Bedienung.

Am Ende des Mails steht der Cortado vor mir, höre der Atlantik Brandung zu und schaue auf die Unendlichkeit des schwarzen Wassers; da traue ich doch meinen Augen nicht: stiehlt sich doch auf Zehenspitzen ganz langsam eine dieser großen Kakerlaken durch die weit geöffnete Restaurant Tür und verkrümelt sich klammheimlich an einem Tisch vorbei.

Mit einer kleinen Handbewegung winke ich der aufmerksamen Bedienung zu. Ich beuge mich etwas vor um Diskretion zu signalisieren, sie geht vor mir in die Hocke, ich kann ihr Parfum wahrnehmen und raune ihr zu: „Es ist gerade eine Kakerlake durch die Tür herein spaziert.“

Sie schmunzelt, erhebt sich, schaut flink um sich und schon hat der linke Fuß mit den leuchtend rot lackierten Fußnägeln einmal kurz aufgetreten und sich energisch gedreht. Sie bückt sich, hat eine blaue Serviette zwischen den roten Fingernägeln, flüstert mir noch zu“Habe sie“ und stolziert in Siegerpose durch die offene Tür zur Mülltonne auf der Kaimauer.

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